„Ein Abend, der nicht zuletzt zeigt, wie lebendig und jung Klassik jenseits des üblichen Reproduktionsbetriebs sein kann – oder einfacher gesagt:
Das war erfrischend!“
Die camerata academica freiburg e.V. ist ein Kammerorchester, das regelmäßig zum Symphonieorchester erweitert wird. Das aus Amateur- und Profimusikern bestehende Ensemble wurde 1997 als Projektorchester gegründet. Unter seinem Chefdirigenten Manuel Nawri, Professor an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin, erarbeitet das Orchester ambitionierte Konzertprogramme, die in Freiburg und Umgebung aufgeführt werden. Konzertreisen führten das Orchester bisher nach Österreich, Italien, Polen, Thailand, Australien, Neuseeland und in die USA.
Das Konzertjahr des Klangkörpers umfasst traditionell ein symphonisches Programm für großes Orchester im Frühjahr mit einer Probenphase in Frankreich, ein Programm mit dem befreundeten Freiburger Kantatenchor, ein Matinee-Konzert mit Kammermusik im Herbst sowie ein Weihnachtskonzert in kleinerer Besetzung in der Adventszeit. In den letzten Jahren wurden neben Schwergewichten des Repertoires wie Elias (Mendelssohn), Schöpfung (Haydn), 1. Symphonie und 1. Klavierkonzert von Johannes Brahms, 3. und 7. Symphonie von Ludwig van Beethoven und der Unvollendeten von Franz Schubert auch weniger gespielte Werke des 20. Jahrhunderts zur Aufführung gebracht: Dimitri Schostakowitschs Konzert für Trompete, Klavier und Orchester op. 35 und Francis Poulencs Gloria. Die MisaTango - Misa á Buenos Aires von Marín Palmeri wurde 2004 durch die camerata academica freiburg uraufgeführt.
Neben dem hohen künstlerischen Anspruch zeichnet sich das Orchester auch durch soziales Engagement aus. Seit 2003 finden regelmäßig Benefizkonzerte zugunsten krebskranker Kinder statt. Insgesamt konnte bisher eine Summe von über 30.000 € an Fördervereine gespendet werden. Die Einnahmen der im Sommer 2005 durchgeführten Konzertreise unter der Schirmherrschaft von Dr. Heiner Geißler nach Thailand, Australien, Neuseeland und die USA kamen krebskranken Kindern und Opfern der Tsunami-Katastrophe zugute.
Die musikalische Qualität des Ensembles wird auch von der Presse herausgestellt. Über ein Konzert mit Beethovens Eroica schreibt Alexander Dick in der Badischen Zeitung: „Dirigent Manuel Nawri entlockt seinen Musikern ein hohes Maß an Gestaltungswillen, und das zeitigt zum Teil verblüffende Ergebnisse. Die beiden Ecksätze erklingen expressiv, dynamisch sorgfältig ausgearbeitet, vor allem mit Beethoven’scher Leidenschaft.“ Und zieht ein Fazit, das auch als Selbstverständnis des Orchesters gesehen werden kann: „Ein Abend, der nicht zuletzt zeigt, wie lebendig und jung Klassik jenseits des üblichen Reproduktionsbetriebs sein kann – oder einfacher gesagt: Das war erfrischend!“
